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Neubau: Vor- und Nachteile der Holzrahmenbauweise

Die Holzrahmen oder Holztafelbauweise sind in Deutschland die klassische Art, ein Fertighaus zu bauen. Bei dieser Bauweise bestehen die Wände aus Holzrahmen, die durch die darauf aufgebrachten OSB-Platten und senkrechte Holzständer ihre Festigkeit bzw. Steifigkeit bekommen. Streng genommen unterscheiden sich Holzrahmenhäuser von Holzständerhäuser dadurch, dass bei Holzständerhäusern die allein die Außenmauern dem gesamten Gebäude seinen Halt geben. Somit gibt es bei Holzständerhäusern keine tragenden Innenwände. In der Praxis udn im allgemeinen Sprachgebrauch wird allerdings kaum noch zwischen Holzrahmen-, Holzständer- und Tafelbauweise unterschieden. Da muss man schon sehr genau auf die Baubeschreibung und den Wandaufbau achten.Fertighaus Bauen

Vorteile des Holzrahmenbaus

Holzrahmenhäuser gelten im allgemeinen als sehr energieeffizient. Das liegt insbesondere daran, dass sich bei gleicher Wandstärke wie bei einem sog. Massivhaus sehr viel mehr Wärmedämmung einbringen lässt. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich Holzrahmenhäuser zu einem hohen Grad in einer Halle vorfertigen lassen und die Bauzeit auf der Baustelle selbst relativ kurz ist. Anders als Häuser, die “Stein-auf-Stein” gebaut wurden, müssen beim Holzrahmenhaus auch keine Trocknungszeiten eingehalten werden (ausgenommen es wird klassischer Estrich eingebracht).

Im Gegensatz zu einem kompletten Holzhaus (Blockbohlenbau o.ä.) verbrauchen Holzständerhäuser zudem wenig “neues” Holz. Schließlich werden nur die Holzständer bwz. Holzrahmen aus Balken gefertigt. Die ebenfalls verwendeten OSB-Platten werden in der Regel aus Holzabfällen (Spänen) gefertigt.

Ein nicht unerheblicher Vorteil der Holzrahmenhäuser ist deren potential für vergleichsweise hohe Eigenleistungen. Das liegt sowohl an der vergleichsweise einfachen Konstruktion aber auch daran, dass man sehr zügig einen komplett geschlossenen Rohbau auf der Baustelle stehen hat.

Nachteile des Holzrahmenbaus

Echte Nachteile sind bei dieser Bauart nicht vorhanden. Das gilt zumindest bei neueren Holzrahmenhäusern bzw. Fertighäusern. Vorsicht ist allerdings bei älteren Häusern (ab den 50er Jahren bis ca. 80er Jahren) geboten. Damals haben viele Fertighausfirmen scheinbar noch geübt. Die Qualität der Bauausführung kann da bei dem einen oder anderen Haus eher grenzwertig sein (Stichwort: Da zieht es durch die Steckdosen und Lichtschalter!)

Große Preisunterschiede

Bei Holzrahmen- und Fertighäusern gibt es enorme Preisunterschiede. So beobachten wir hier im hohen Norden (Schleswig-Holstein und Hamburg), dass vor allem Zimmereibetriebe Holzrahmenhäuser deutlich günstiger günstiger bauen können als die großen Fertighaushersteller. Das mag ein Grund dafür sein, dass diese Fertighausfirmen hier im Norden kaum richtig Fuß fassen konnten. Ein weiterer Grund ist allerdings auch, dass man “im Norden” am liebsten immer noch Stein-auf-Stein baut.

Wer ein Fertighaus bauen will, sollte sich aber auf jeden Fall auch von örtlich ansässigen Zimmereien entsprechende Angebote einholen.

>>Übersicht Bauweisen>>

Olaf Varlemann (2016)

Praxistipps und Verbraucherinformationen zum Thema Hausbau. Hier finden Sie Informationen dazu, was Sie beim Neubau einer Wohnimmobilie beachten sollten.

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