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Der Grundstückskaufvertrag: nur mit Notar

Ist das passende Baugrundstück gefunden, steht der Gang zu einem Notar an, denn für den Verkauf von Immobilien (egal, ob bebaut oder unbebaut) hat der Gesetzgeber die notarielle Beurkundung vorgesehen. Kaufverträge ohne Notarsiegel sind grundsätzlich nicht gültig.Baugrundstück

Der Notar muss beiden Parteien als erstes einen Kaufvertragsentwurf zur Verfügung stellen, damit beide Seiten diesen prüfen können. Offene Fragen oder Details können dann spätestens bei der Beurkundung selbst noch geregelt werden. Der Kaufvertragsentwurf sollte mindestens 14 Tage vor dem Beurkundungstermin vorliegen. Im übrigen wird der Kaufvertragsentwurf auch für die Beantragung der Finanzierung und/oder Fördermittel benötigt.

Die meisten Grundstückskaufverträge sind Standardverträge. Kniffeliger wird es in den Fällen, in denen beispielsweise bei einem Neubaugebiet die einzelnen Bauplätze noch nicht geteilt sind. Da kann es auch gerne vorkommen, dass das Baugrundstück bislang nur als Rechteck auf einem Lageplan existiert und die genaue Grundstücksgröße (und damit ggf. auch der endgültige Kaufpreis) noch nicht fest steht.

In dem Grundstückskaufvertrag sollte grundsätzlich die genaue Lage des Grundstücks, dessen Größe und dessen Beschaffenheit dokumentiert werden. Bei noch nicht erschlossenen Baugrundstücken muss zudem die Erschließung des Grundstücks in irgendeiner Form geregelt sein. In der Praxis erfolgt das gerne auch über separate Erschließungsverträge.

Vor der Beurkundung des Grundstückskaufs empfiehlt es sich für jeden Kaufinteressenten, einen Bodenuntersuchung vorzunehmen. Dabei wird u.a. durch Probebohrungen auf bestimmten Punkten des Grundstücks ermittelt, ob die Bodenverhältnisse überhaupt geeignet sind, um dort das gewünschte haus zu errichten. Werden bei der Bodenuntersuchung negative Faktoren gefunden (beispielsweise ein niedriger Grundwasserspiegel, eine Torflinse usw.) kann das zu erheblichen Folgekosten führen. Im Zweifelsfall kann dann noch einmal mit dem Verkäufer der Kaufpreis verhandelt werden. Werden solche “Mängel” (die juristisch keine sind) erst nach Abschluß des Kaufvertrages entdeckt, besteht in der Regel keine Möglichkeit, den Verkäufer dafür in Regress zu nehmen (ausgenommen, dieser hat derartige Mängel arglistig verschwiegen).

>>Thema Verträge beim Hausbau>>

Olaf Varlemann (2016)

Praxistipps und Verbraucherinformationen zum Thema Hausbau. Hier finden Sie Informationen dazu, was Sie beim Neubau einer Wohnimmobilie beachten sollten.

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