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Wie hoch sind die Baunebenkosten beim Hausbau?

Unter Baunebenkosten versteht man grundsätzlich alle Kosten, die neben dem reinen Grundstückskaufpreis, den Erwerbsnebenkosten und den reinen Hausbaukosten anfallen. Die bekanntesten Baunebenkosten sind die Kosten für die sog. Hausanschlüsse, aber es gibt noch zahlreiche weitere Kostenpositionen. Die Baunebenkosten spielen auch deshalb eine große Rolle, weil sie in der Regel nicht über die Hausbaukosten und das ausführende Bauunternehmen abgedeckt sind. Die Baunebenkosten fallen zusätzlich an und werden leider häufig viel zu gering angesetzt. Das kann zu unerwarteten Mehrkosten führen.

Außenanlagen

Unter Außenanlagen vesretht man die Anlage des Grundstücks mit beispielsweise Rasenflächen, Terrasse, Auffahrt usw. Die Kosten für die Außenanlagen gehören nicht zu den klassischen Baunebenkosten, sondern sind beim Neubau eine eigene Kostengruppe.

Baustelleneinrichtung

Das Baugrundstück muss so vorbereitet und “eingerichtet” werden, dass beispielsweise Baufahrzeuge Zugang haben. Je nach Lage und Beschaffenheit können dafür unterschiedlich hohe Kosten anfallen. Hinzukommen Anschlüsse für Baustrom, Wasser u.v.m. Ist im Bauvertrag nichts anderes geregelt, muss der Bauherr die Kosten für die Baustelleneinrichtung selbst tragen.

Behördengebühren

Für den Bauantrag und alle anderen behördlichen Genehmigungen, Bescheingungen usw. fallen entsprechende Gebühren an, deren Höhe individuell verschieden ist.

(Boden-)Aushub und Erdarbeiten

Baugrundstücke sind selten völlig eben und ein Haus braucht mindestens ein einfaches Fundament. Dazu muss die Erde auf dem Baugrundstück bewegt und zu viel Erde abgefahren und entsorgt werden. Diese Kosten für Bodenaushub und Entsorgung trägt in der Regel der Bauherr und nicht das Bauunternehmen (zumindest sehen die meisten Bau- und Werkverträge das so vor). Schon der Aushub und die Entsorgung von wenigen Kubikmetern Erde kann schnell ca. 5.000 Euro Kosten verursachen. Um mögliche Kosten schon im Vorfeld bestimmen zu können, empfiehlt sich eine genaue Baugrunduntersuchung.

Einmessung nach Fertigstellung

Nach Fertigstellung des Baus muss das Gebäude in die amtlichen Flur- un Lagepläne eingezeichnet werden. Hierzu ist eine sog. Einmessung erforderlich. Die Kosten hierfür liegen bei ca. 1.500 bis 2.500 Euro (je nach Gebäudeart und Größe)

Hausanschlusskosten

Kosten für die Anschlüsse an öffentliche Ver- und Entsorgungsleitungen (Strom, Gas, Fernwärme, Abwasser). Diese Kosten sind sehr individuell und unterschieden sich von Region zu Region und Bauvorhaben zu Bauvorhaben erheblich. Grundsätzlich werden von den Versorgern pauschale Anschlussgebühren verlangt. Diese Kosten beinhalten das Legen der Leitungen bis zu einer bestimmten Länge (z.B. 10 Meter). Bei längeren Leitungswegen, beispielsweise beim Bauen in zweiter Reihe, können sich sich die Kosten entsprechend erhöhen.

Wer bei den Kosten sicher gehen will, nimmt einen maßstabsgerechten Lageplan mit eingezeichnetem Gebäude und fragt direkt bei den jeweiligen Versorgern nach den Kosten.

Olaf Varlemann (2016)

Praxistipps und Verbraucherinformationen zum Thema Hausbau. Hier finden Sie Informationen dazu, was Sie beim Neubau einer Wohnimmobilie beachten sollten.

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